So, nachdem die Serverprobleme behoben sind, kann ich nun auch endlich einen Urlaubsbericht schreiben.
Die Hinfahrt war super. Abends gings los. Der Opa (im Folgenden als “Brrr” bezeichnet) kam nach Menden und machte sich mit Daniel daran das Auto zu packen. Mit etwas quetschen hier und da waren die Taschen drin und das Auto bis unters Dach voll (Taschen, Reisebett, Hochstuhl, Kinderwagen…). Also nochmal rein, Kaffee trinken und los. Tja, drinnen angekommen erwartete uns eine weitere Reisetasche, die wir wohl irgendwie übersehen hatten. Also nochmal die Sachen raus und neu gepackt. Ich hätte nie gedacht, dass alles seinen Platz findet, aber irgendwie gings dann um 22:30 mit sämtlichen Taschen los.
Colin war vorher schon eingeschlafen und hat sich auch durch die kurze Unterbrechung nocht großartig stören lassen. Die Fahrt war ruhig, abgesehen von einem depressiven Hasen, der sich aus lauter Verzweifelung vor unser Auto geworfen hat.
Pünktlich zum Frühstück waren wir im Ahrntal. Etwas müde, aber dennoch bereit für den ersten Skitag.
Colin war erholt von der Fahrt… er konnte ja immerhin schlummern. Die Temperaturen waren super, immer so -2 – 3 Grad, von daher konnten wir problemlos mit den Kindern auch mal etwas länger draußen bleiben. Das “Klausiland” war schnell gefunden und Colin hatte einen Riesenspaß auf dem Förderband. Das waren noch Zeiten, wo man als Skianfänger den Babyhang wieder hochlaufen musste. Heute gibts Förderbänder- zum Skifahren und zum Rodeln. Colin hat sich zumindest für diesen Urlaub noch mit Rodeln zufrieden gegeben. Am 3. Tag hat sich auch der Opa durchgesetzt und seinem Enkel einen eigenen Schlitten geschenkt. (vorab: Ja, er ging noch ins Auto). Trotzdem ließ Colin sich das Laufen nicht nehmen. Ziehen lassen kann sich jeder.
Eingelebt hat Colin sich dort super. Keine Einschlafschwierigkeiten und keine Probleme mit der neuen Umgebung. Im Gegenteil: hätte man die Tür zum abendlichen Aufenthalts-/Speiseraum nicht schließen können, wäre Colin wohl alleine auf Erkundungstour gegangen. Naja, alleine war er ja nicht. Immerhin waren sein 6 Monate älterer Großcousin und noch einige andere Kinder dabei. Und alle zusammen hatten immer wieder neue Ideen für jede Menge Unfug.
Lecker war der Urlaub übrigens auch. Das hat Colin spätestens bei der ersten Hütteneinkehr mit Pommes und Ketchup herausgefunden. Gegessen hat er fast genauso viel wie seine Mama und die Wörter “Ketchup” und “Pizza” gehören nun auch zu seinem Wortschatz. Dafür wird der Opa weiterhin nur als “Brrr” bezeichnet. Das macht er extra.
Silvester gabs erstmal ein Riesenfeuerwerk an der Skipiste (abends um 18 Uhr), dann gings zum Essen in die Pension und kurz darauf schon für die Kinder ab ins Bett. Die Babyphone (siehe Foto) durften zur Party bleiben. Colin hat sich durch die ganze Knallerei nicht beeindrucken lassen und war morgens um 8 schon fit und ausgeschlafen. Die Mama allerdings weniger.
Und auch der schönste Urlaub ging vorbei und endete mit einer Höllenfahrt. Samstag: Hauptabreisetag, nach dem Frühstück gings los. Erst kamen wir ganz gut durch, aber der SStau war halt nicht zu vermeiden. Als wir dann einen Reisebus von einem bekannten Herner Reiseunternehmen gesehen haben, der an der Ausfahrt raus gefahren ist, wollten wir dem das dann nachmachen und standen schon kurz darauf in den kleinen Dörfchen auf überfüllten Straßen. Zusammengefasst waren wir dann nach 16 Stunden zu Hause. Colin hat sich tapfer geschlagen, hat viel geschlafen und sich auch sonst gut ablenken lassen.
Jetzt hat der Alltag uns wieder: Mama und Papa arbeiten wieder und Colin macht die Kita unsicher.