Camping mit Hindernissen
Tja, das war also unser erster Campingausflug. Altstadtfest 2009 und wir ergriffen die Flucht. Naja, zumindest von Samstag auf Sonntag, denn da sollte unten im Pub Live Musik gespielt werden und die brauchten wir nun wirklich nicht als Gute Nacht Musik für Colin.Da hat es sich doch angeboten, dass Colins Uroma gerade ihren Campingwagen auf einem Platz in Holland stehen hatte, um dort mit einer Freundin Urlaub zu machen. Schnell das Super Luxus Zelt von Colins Patenonkel geliehen (Isomatten und Campingstühle gleich mit) und schon waren wir startklar. Naja, fast. Es ist immerhin nicht mit einem Zelt allein getan.
Samstag Morgen fanden dann eine große Reisetasche, 2 Zelte (eins als Ersatz, falls das Super Luxus Zelt zu groß für die Pazelle ist), 2 Campingstühle, ein Grill (auch geliehen), 2 Isomatten, 2 Bettdecken, 3 Wolldecken, der Buggy, Papas Rucksack, die Wickeltasche, Mamas Handtäschchen, 1 Kasten Wasser und natürlich 1 Kasten Bier Platz in Papas Nissan Kombi.
Gut, dass Cousine Lena mit Familie auch noch vorbeigekommen ist, da konnten wir dann doch noch einige Teile in deren Auto auslagern.
Also: Erster Punkt für den All In Pauschalurlaub…ich komme (fast immer) mit meinen 20kg Freigepäck aus und kriege bequem (ok, indem ich mich auf den Deckel schmeiße) alles in einen Koffer.
In Holland angekommen, musste ich auf dem Platz natürlich mal als erstes die Toiletten in Augenschein nehmen. Super tolle grün blaue Einzelkabinen, alles pitsche patsche nass auf den Boden, obwohl die Sonne draußen war. Naja, was solls, ich wollte ja nur mal schnell pieseln. Hinterher Hände waschen und wieder raus – aber nein, Seife…Handtücher oder ein Föhn? Fehlanzeige. Als Camper bringt man sein eigenes Zeugs mit. *grummel*
Punkt 2 für den All In Pauschalurlaub. Da sind die Toiletten mit Seife und Handtüchern ausgestattet.
Das Zelt stand schnell – natürlich ohne meine Hilfe, sonst hätte es bestimmt länger gedauert. 5,60m * 2,30m. Und das für uns 3. Naja, sollte wohl so sein.
Später waren wir schwimmen, mit den Kindern auf dem Spielplatz und grillen. Lecker wars, auch wenn der Wind etwas nervig war.
Lena und Eltern sind gegen 7 gefahren. Für uns stand weiterhin der Plan fest, im Zelt zu schlafen. Irgendwann haben wir Colin bettfertig gemacht und erstmal im Wohnwagen hingelegt. Wir wollten ja noch spielen (rummykubben). Colin war damit gar nicht einverstanden und hat sich (hundemüde wie er war) mit viel Schreierei, abwechselnd auf unseren Armen, in den Schlaf gequält. Mittlerweile war es schweinekalt (gefühlte -25°C) und sowohl Daniels Oma, als auch ich waren fest davon überzeugt, dass die Nacht im Zelt keine gute Idee war.
Also haben wir das Zelt wieder abgebaut und wollten eigentlich noch abends wieder nach Hause fahren.
Nach ein paar Runden Rummykub haben wir uns dann aber auf eine Übernachtung im Wohnwagen geeinigt. Daniels Oma hat uns den Schlafzimmerbereich überlassen.
Colin hat auch ganz gut geschlafen. Nur die Mama musste nachts zum Pipimachen raus in die blau grünen Toilettenhäuschen. Mittlerweile hatten wir gefühlte -75°C und so überhaupt nicht unheimlich ist so ne Toiletten-/Waschraumanlage bei Nacht auch nicht. Noch ein Punkt für meinen All In Pauschalurlaub.
Heute haben wir dann nochmal gegrillt und uns dann nachmittags auf den Heimweg gemacht. Alles in allem wars ganz nett, aber einen 2 wöchigen Camping Urlaub kann ich mir nun wirklich nicht vorstellen. Und in einem Zelt übernachten werde ich wohl erst, wenn eins mit Fußbodenheizung, Badezimmer und begehbarem Kleiderschrank erfunden wird.
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Schlagwörter:Altstadtfest Hattingen, Camping mit Kind, Mama, Wohnwagen, zelten
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